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Kostenübernahme durch die Krankenkasse So erhalten Sie den Festbetrag für Ihr Hörgerät!

Die Diagnose Hörschwäche ist für viele Betroffene mit Ängsten verbunden. Sie sorgen sich nicht nur um ihre Gesundheit, sondern fürchten auch die Kosten des neuen Hörgerätes. Auch Angehörige sind häufig verunsichert und haben Fragen zur Finanzierung. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. In Deutschland hat jeder Versicherte Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Hörhilfe ohne Aufzahlung. Die Krankenkassen finanzieren Hörgeräte bis zur Höhe des sogenannten Festbetrages. Voraussetzung ist eine ohrenärztliche Verordnung.  

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So übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Ihre Hörgeräte

Voraussetzung einer Kostenübernahme für ein Hörgerät durch die Krankenkasse ist die Diagnose eines Hörverlustes oder einer Schwerhörigkeit durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Er verordnet eine Hörhilfe und verweist den Versicherten zur Beratung an einen Hörakustiker. Dieser übernimmt die Hörgeräteversorgung und bietet dem Versicherten verschiedene Hörsysteme an. Zur Versorgung gehört neben der Anpassung auch die Nachbetreuung während der folgenden 6 Jahre und die Abwicklung möglicher Reparaturen. 

Nach dem ersten Beratungsgespräch stellt der Akustiker - falls vertraglich mit der Kasse vereinbart - eine sogenannte Versorgungsanzeige bei der jeweiligen Krankenkasse um diese über die Versorgungsabsicht zu informieren. Dies ist eine reine Formsache zur Klärung, ob ein Anspruch auf eine Hörgeräteversorgung besteht. Dies übernimmt der Hörgeräteakustiker ebenso wie die anschließende Abrechnung der Hörgeräte. Der Hörgeräteakustiker rechnet also die Kosten für die Hörgeräte direkt mit der Krankenkasse ab.

hno untersucht eine patientin

Erster Schritt: die ohrenärztliche Verordnung vom HNO-Arzt

Ein Besuch beim HNO-Arzt ist der erste Schritt zur Kostenübernahme für das Hörgerät durch die Krankenkasse. Der Mediziner macht einen Hörtest und stellt dem Betroffenen Fragen zu persönlichen Situationen, zu medizinischen Vorbelastungen und zum bisherigen Verlauf der Hörprobleme. Auch eine gründliche Untersuchung des Gehörgangs wird im Rahmen der Diagnostik durchgeführt. Mithilfe einer Ohrmikroskopie überprüft der Arzt das Trommelfell auf Veränderungen oder Defekte.

Unsere Partner-Hörakustiker in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne, schnell einen geeigneten HNO-Arzt zu finden.

Einteilung der Hörleistung in Stufen

Nach Abschluss der medizinischen Diagnostik wird mithilfe einer Ton- und Sprachaudiometrie der Hörverlust ermittelt. Dadurch lässt sich auch die Stärke des Hörverlustes bestimmen.

Für die Beurteilung der Hörfähigkeit sind zwei Einheiten wichtig: die Tonhöhe und die Lautstärke. Die Tonhöhe (Frequenz) wird in Hertz (Hz) gemessen. Der gesamte Hörbereich des Menschen liegt bei einem gesunden Gehör etwa zwischen 20 und bis 20.000 Hertz. Die Maßeinheit für die Lautstärke sind Dezibel (dB).

Über diese beiden Einheiten bestimmt sich die Hörschwelle. Als Hörschwelle bezeichnet man die Grenze bei der ein Höreindruck grade noch wahrnehmbar ist. Sie ist frequenzabhängig. Für eine Frequenz von 2.000 Hz ist sie bei gesundem Hörvermögen mit einem Schalldruck von 0 dB definiert. Auf dieser Grundlage wird das Ausmaß der Schwerhörigkeit in fünf Stadien geteilt.

(Quelle: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/schwerhoerigkeit/stadien-der-schwerhoerigkeit.html)

Ein Abweichen der Hörfähigkeit von der definierten Hörschwelle bis 20 dB liegt im Bereich der Normalhörigkeit.

Liegt bei einer Abweichung oberhalb von 20 dB vor, d.h. etwa das Ticken einer Armbanduhr oder Blätterrauschen können akustisch nicht mehr wahrgenommen werden. Die betroffene Person kann erst Töne mit einer Schallintensität von 25 bis 40 dB hören.

Beginnt bei einem Hörverlust von 40 dB, dies entspricht etwa den Grundgeräuschen in Wohngebieten. Die betroffene Person kann erst Töne mit einer Schallintensität von 40 bis 60 dB hören.

Beginnt bei einem Hörverlust von 60dB, dann kann ein Gesprächspartner bei normaler Sprechlautstärke nicht mehr gehört werden.

Beginnt bei einem Hörverlust von mehr als 80 dB. In diesen Fällen hört man weder laute Musik noch die Geräusche einer Autobahn. Hört man praktisch nichts mehr, ist man taub bzw. gehörlos.

Der im Rahmen der Diagnostik ermittelte Hörverlust wird durch den HNO-Arzt in Form eines Ton- und Sprachaudiogramms dargestellt, welches für die spätere die Auswahl der passenden Hörhilfe notwendig ist. Der Mediziner stellt eine ohrenärztliche Verordnung aus und verweist den Patienten an einen Hörakustiker.

junge frau testet hoergeraete im hoercentrum lohmann

Höhe der Zuzahlung durch die Krankenkasse

Gesetzlich Versicherte, die ein Hörgerät benötigen und eine gültige ohrenärztliche Bescheinigung vorlegen, erhalten von der Krankenkasse einen Festbetrag von bis zu 784,94 € als Zuschuss für ein Hörgerät. Werden Hörhilfen für beide Ohren benötigt, erhöht sich der Festbetrag entsprechend. Insgesamt liegt der Zuschuss für beide Ohren bei ca. 1.500 €. Bei dem Festbetrag handelt es sich nicht um einen Fixpreis, da der tatsächliche Zuschuss je nach Krankenkasse variiert. Ihr Hörakustiker informiert Sie gerne über die genaue Höhe der Kostenerstattung durch Ihre Krankenkasse.

Die gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Hörgerät müssen vom Versicherten selber getragen werden. Um jedoch einer wirtschaftlichen Überforderung der Versicherten entgegenzuwirken ist es ab einer gewissen Belastungsgrenze möglich, sich von den gesetzlichen Zuzahlungen befreien zu lassen.

Für Hörgeräteversorgungen die durch die Berufsgenossenschaften bzw. Unfallversicherungsträger übernommen werden gibt es gesonderte Vereinbarung zur Kostenübernahme und besondere Konditionen bei Sonderversorgungen, wie zum Beispiel ICP-Versorgungen am Lärmarbeitsplatz. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Hörgeräteakustiker.

pinkes sparschwein mit muenzen

Zuzahlung bei privaten Kassen

Um eine Zuzahlung der privaten Krankenversicherung zu beantragen, muss auch von privat Versicherten ein Nachweis über Hörverlust oder Schwerhörigkeit erbracht werden. Die Höhe des Zuschusses hängt dann vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab, weshalb in diesem Fall keine allgemein gültige Aussage getroffen werden kann.
Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Beratungsgespräch bei Ihrem privaten Versicherungsvertreter zu informieren und erst danach eine Kaufentscheidung zu treffen. 

Wurde bei Ihnen ein Hörverlust festgestellt?

Dann erfahren Sie jetzt, wie Ihr Hörakustiker Ihnen helfen kann und worauf Sie bei einer guten Hörberatung achten sollten.

auswahl des passenden hoergeraetes

Wie oft zahlt die Krankenkasse neue Hörgeräte?

Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen in der Regel alle sechs Jahre die Kosten für ein neues Hörgerät. Auch wenn die Lebensdauer der Hörsysteme oftmals darüber hinaus reicht, ist nach Ablauf dieses Zeitraumes meist eine Neuanschaffung sinnvoll. Kosten für Reparaturen sind nur in den ersten sechs Jahren durch eine sogenannte Reparaturpauschale abgedeckt – bei Kassengeräten komplett und bei Hörgeräten mit privatem Eigenteil anteilig. Kommt es in der Zeit danach zu einem Schaden, muss abgewogen werden, ob eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist, oder ob eine Versorgung mit neuen Hörgeräten auf dem aktuellen Stand der Technik nicht mehr Vorteile bringt.
Bei der Auswahl der Hörgeräte wird eine Verstärkungsreserve eingeplant, um eine Verschlechterung des Hörvermögens innerhalb von sechs Jahren auffangen zu können. Verschlechtert sich das Gehör vor Ablauf der sechs Jahre über das normale Maß hinaus, kommt die Krankenkasse nach ohrenärztlicher Bestätigung auch für diese Kosten auf. Bei Verlust der Hörhilfe hängt es von der jeweiligen Versicherung ab, ob ein neues Gerät bezuschusst wird. 

mitarbeiterin vom hoercentrum lohmann haelt ein kleines schwarzes hoergeraet in der hand

Hörgeräte-Akustiker mit Versorgungsvertrag finden

Auf der Übersichtsseite unserer Partner finden Sie Hörakustiker mit Versorgungsvertrag, die Ihnen Hörgeräte im Preisrahmen der gesetzlichen Krankenkassen anbieten. Die Einzelheiten der Hörgeräteversorgung wird vertraglich zwischen den Krankenkassen und der Hörakustikerinnung geregelt. 

junger mann mit laptop und taschenrechner

Abrechnung durch den Hörakustiker

Nach einer gründlichen Hörberatung schlägt der Hörakustiker dem Kunden ein passendes Gerät vor, welches im gewohnten Umfeld erprobt wird. Ist die Auswahl auf ein Hörgerät gefallen, erstellt der Akustiker alle für die Abrechnung mit der Krankenkasse notwendigen Unterlagen und schickt diese zusammen mit der ohrenärztlichen Verordnung zwecks Abrechnung an die Krankenkasse.

Da die Rahmenbedingungen einer Hörgeräteversorgung vertraglich zwischen den Krankenassen und den Hörakustikern geregelt sind, ist eine gesonderte Antragsstellung seitens des Versicherten nicht nötig. Einige Krankenkassen haben vertraglich vereinbart, dass der Akustiker nach dem Erstkontakt mit dem Versicherten eine sogenannte Versorgungsanzeige an die jeweilige Kasse sendet, damit diese von der Versorgungsabsicht Kenntnis erlangt und ihren Versicherten frühzeitig über die Leistungen der Kasse informieren kann bzw. um den Anspruch des Versicherten auf eine Hörgeräteversorgung abzuklären.

Ihr Hörcentrum24.de-Partner kümmert sich folglich um die komplette Abwicklung mit der Versicherung. Sie benötigen lediglich Ihre Krankenversicherungskarte und eine gültige ohrenärztliche Verordnung.

verschiedene hoergeraete zur auswahl

Aufzahlungsfreie Hörgeräte ohne privaten Eigenanteil

Jeder gesetzlich Versicherte hat Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Hörhilfe ohne Aufzahlung. Dank der großen Auswahl auf dem Hörgeräte-Markt lässt sich für alle Stufen eines Hörverlusts das passende Kassenmodell finden. Die Krankenkassen-Hörgeräte müssen hierbei spezielle Anforderungen erfüllen, um für die Kosten-Übernahme durch die Versicherung zugelassen zu werden.  

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Mindestanforderungen an Hörgeräte

Damit die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für das Hörgerät übernimmt, muss dieses qualitativ hochwertig und volldigital sein. Hörgeräte, die die Kassen bezahlen, bieten eine gute Versorgung der Versicherten auf dem aktuellen Stand von Medizin und Technik. Sie gleichen das Hördefizit in Bezug auf Hören bzw. Sprachverstehen, soweit medizinisch/technisch möglich, aus.

Die technische Mindestausstattung eines Hörsystems beinhaltet folgende Kriterien:

  • vier einstellbare Frequenzkanäle
  • mind. drei Hörprogramme
  • Mehrmikrofontechnik
  • Störschall- und Rückkoppelungsunterdrückung

Die grundlegende Bauform des Hörsystems (In-dem-Ohr oder Hinter-dem-Ohr) spielt keine Rolle, hier kann nach persönlichen Bedürfnissen entschieden werden. Zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie Funkanbindung, besonderes Design, erhöhter Bedienkomfort oder automatische Anpassung an besondere Hörsituationen sind weiterhin möglich, werden jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen. In diesem Fall ist durch den Versicherten eine Aufzahlung zu leisten.

Auf Hörcentrum24.de können Sie sich über alle verfügbaren Hörgerätetypen und ihre Eigenschaften informieren.

Eine Person ist unscharf im Bild zu sehen und im Vordergrund befinden sich zwei Hörgeräte

Hörgeräte mit privatem Eigenanteil

Wer ein höherwertiges Hörgerät mit Zusatz-Funktionen - wie Bluetooth, zusätzlichen Hörprogrammen oder besonderen Designs - die über die Mindestanforderungen seitens der Krankenkasse hinausgehen wünscht, muss eine Aufzahlung leisten. Die Kosten für diese Sonderfunktionen übersteigen in der Regel den Festbetrag, den die Krankenkassen zu den Hörgeräten zahlen und müssen vom Versicherten selber getragen werden.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten für Hörhilfen

Entscheidet sich ein Versicherter für ein Hörgerät mit Spitzentechnologie, dessen Preis den Höchstbetrag der Krankenkassen-Zuzahlung überschreitet, kann dieser Eigenanteil auch anderweitig finanziert werden. Die Hörakustiker-Partner von Hörcentrum24.de bieten ihren Kunden im Rahmen einer Hörgeräte-Finanzierung die Möglichkeit, ihr Hörgerät bequem mit einer Null-Prozent-Finanzierung zu finanzieren. Die Anzahl und Höhe der monatlichen Raten kann dabei flexibel gestaltet werden.

Haben Sie noch Fragen zur Kostenübernahme? Infos zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die Hörgeräteakustiker von Hörcentrum24.de beraten Sie gern zur Krankenkassen-Zuzahlung und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten für verschiedene Hörgeräte-Modelle.

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